Künstler André Schulze
The Cloud One Frankfurt-Metropolitan


Der Dresdner Maler André hat als Gemälderestaurator gelernt, historischen Meisterwerken eine Frischekur zu verpassen. Aber nicht nur das: Mit einer großen Portion Ironie, Humor und gewürzt mit Zitaten holt er in seinen Werken Malerei-Ikonen wie Caspar David Friedrich in die Gegenwart schafft Bildwelten, die auch immer ein wenig die kleinen grauen Zellen des Betrachters anfeuern.

10 Fragen an André Schulze
Wie kams dazu, dass deine Werke jetzt bei uns hängen?
Ich wurde gebeten, die bestehenden Gemälde im Hotel einer zeitgemäßen Überarbeitung zu unterziehen.
Beschreibe dein Werk und die zentralen Elemente kurz:
Bei meiner Kunst geht es darum, das Alte mit dem Neuen und unserer heutigen Zeit zu verbinden. Ich möchte alte Kunstwerke zu neuem Leben erwecken und mit unserer heutigen Zeit konfrontieren.
Was hat dich inspiriert?
Jedes Kunstwerk erzählt eine andere Geschichte und bot mir Gelegenheit individuell darauf einzugehen. Ich habe zwei Herangehensweisen: die inhaltliche Veränderung (etwas hinzumalen) und die konzeptuelle Veränderung (verpixeln, teils übermalen).
Welche Materialien, welche Technik setzt du ein?
Ganz simpel gesagt: Ölfarben auf Leinwand.
Was war ungewöhnlich an diesem Auftrag für The Cloud One?
Besonders spannend war zu sehen, dass alle Gemälde das gleiche Format von 90x60cm aufweisen, nur drei verschiedene Rahmen verwendet wurden und einige Motive, wie die Mona Lisa, mehrfach vorhanden waren. Dadurch konnte ich auf verschiedene Weise ein Motiv verändern und meine Vielseitigkeit deutlich machen.

Die Kunst im Hotel
Inwiefern spiegelt dein Werk die Atmosphäre des Hotels wider?
Ziel war es, räumliche Situationen gezielt mit Kunstwerken zu untermalen, die zum Ort passen. So habe ich beispielsweise im Frühstücksraum drei alte Portraits mit Themen rund um das Thema Frühstück gestaltet.
Was war die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung war, dass wir die Räume nur digital vor uns hatten. Das Hotel befand sich zur Zeit der Herstellung der Kunstwerke gerade in der Renovierungsphase. Somit konnte wir noch nicht vor Ort sehen, wie die Räume tatsächlich aussehen.
Was ging in deinem Kopf beim Kreieren vor?
Bei der Erstellung der Kunstwerke bin ich konzeptuell vorgegangen und habe mich an den Räumen und den Situationen orientiert. Somit konnte ich vorher einen Plan erstellen, welche Motive an welchen Ort zu sehen sein werden. An Hand dessen konnte ich dann die Kunstwerke anfertigen. Beim malen der Bilder war mir wichtig, den späteren Raum ins Bild mit einzubeziehen und meine Komposition und Farben darauf abzustimmen.
Was bedeutet Frankfurt für dich?
Ich habe Frankfurt wirklich erst richtig durch dieses Projekt kennen gelernt. Frankfurt ist eine Stadt der extremen Kontraste, vom Bahnhofsviertel über das Bankenviertel bis hin zum Römerberg stoßen Welten aufeinander: Arm und Reich, Schönheit und Verfall liegen hier nah beieinander.
Hast du einen Lieblingsplatz in der Stadt?
Ja, zum einen ganz klar das The Cloud One Hotel am Bahnhof - es ist wie ruhige eine Insel mitten im Trubel! In der Stadt gefallen mir besonders die zahlreichen kleinen Cafés, wie das PICKNICK in der Weißadlergasse.