Künstlerin Olga Jakob
The Cloud One Düsseldorf-KöBogen


Olga Jakob x The Cloud One Düsseldorf-KöBogen
Olga Jakob wurde 1985 in Kiew geboren. Sie studierte Textilgestaltung an der Universität zu Köln, freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo sie 2015 das Meisterschülerjahr abgeschlossen hat. Sie lebt und arbeitet in Köln und Düsseldorf. Der Fokus ihrer künstlerischen Arbeit liegt besonders auf Textilien: Mit keinem anderen Material ist der Mensch täglich so lange in Berührung. Diese Unmittelbarkeit des Materials ist Ausgangspunkt für ihr künstlerisches Handeln.
In unserem Hotel hängen ihre Werke in der Lobby, deren durchgehende Glasfassade eine besondere Lichtsituation und Platz für Schattenspiele schafft.

10 Fragen an Olga
Wie heißt dein Kunstwerk und was ist die Bedeutung dahinter?
Im Cloud One sind zwei Bildserien zu sehen. Die „Butterfly-Serie” bezieht sich auf die Schmetterlinge der Machaonfamilie und der Titel „Erlkönig I-V" spiegelt für mich die Farbkomposition und den Rhythmus der Malerei wider.
Beschreibe dein Werk und die zentralen Elemente kurz:
Die Bilder zeichnen sich durch ihr Material aus. Das Textil ist so bearbeitet, dass Durchblicke und Transparenzen entstehen. Dadurch spielen bei diesen Bildern vor allem das Licht und die Schatten eine zentrale Rolle, was in der lichtdurchfluteten Skybar des Cloud One ideal zusammentrifft.
Was hat dich inspiriert?
Die Stimmung der Lobby wechselt zu jeder Jahreszeit, sogar zu jeder Tages- und Nachtzeit, je nach Lichteinfall sind wir in frischem Morgenlicht oder einer atmosphärischen Nacht. Diesen spannenden Wechsel sollten meine Bilder mittragen. Er zeigt sich vor allem als Schattenspiel auf der Wand.
Welche Materialien, welche Technik setzt du ein?
Die verwendeten Materialien basieren auf dem Nachhaltigkeitsgedanken und bestehen aus recycelten Textilien und Papieren. Ich habe das Material neu interpretiert und durch die Verflechtung der beiden Materialitäten miteinander in einen neuen malerischen Kontext gesetzt.
Was war die Herausforderung bei diesem Werk?
Eine Herausforderung stellte die spezielle Architektur des Cloud One dar. Die gewölbten Wände lassen die Skybar dynamisch werden und sorgen für einen Sogeffekt in den Raum hinein. Meine Bilder sollten diese Energie aufnehmen und unterstützen. Durch die besondere Hängung der Arbeiten habe ich die Architektur umspielt und akzentuiert. Die Bilder sind auf diese Weise eng mit der Architektur und der Umgebung verwoben.

Die Kunst im Hotel
Wie kam es zur Zusammenarbeit im The Cloud One Düsseldorf-KöBogen?
Es wurde eine künstlerische Position gesucht, die mit dem starken Raumkonzept mitgeht und gerade in der Raumflucht und mit der Wölbung der Wand gut zur Wirkung kommt. Da ich mich in meiner künstlerischen Arbeit mit Raumfragen beschäftige und installativ arbeite, kam eins zum anderen und ich nahm die Herausforderung an.
Inwiefern spiegelt dein Werk die Atmosphäre des Hotels wider?
Die Installation der Bilder, die Materialwahl, das Farbkonzept und die Komposition stehen in enger Verbindung mit der Architektur des The Cloud One Düsseldorf. Die Glasfassade sorgt für das spektakuläre Licht, das essenziellen Einfluss auf die Kunst nimmt und das Schattenspiel auf der spezifischen Wölbung der Architektur auslöst. Somit sind die Bilder in die Atmosphäre des Ortes verwoben und verändern sich stets mit ihr.
Was geht in deinem Kopf beim Kreieren vor?
Das bleibt ein Geheimnis.
Was bedeutet Düsseldorf für dich?
In Düsseldorf schätze ich vor allem die Museums- und Galerienlandschaft. Ich habe zahlreiche Ausstellungen gesehen, die mich teilweise seit meiner Jugend bewegt und geprägt haben.
Hast du einen Lieblingsplatz in der Stadt?
Das K21, die Kunstsammlung NRW und der direkt anliegende Kaiserteich.